Vorlesungen/Veranstaltungen

 

Der Lehrstuhl für Baubetrieb und Projektmanagement der RWTH Aachen nimmt innerhalb der Fakultät für Bauingenieurwesen Lehrveranstaltungen in verschiedenen Fächern wahr. Gegenwärtig werden ungefähr 1000 Studierende aus den Studiengängen Bauingenieurwesen, Umweltingenieurwissenschaften, Wirtschaftsingenieurwesen Fachrichtung Bauingenieurwesen, Mobilität und Verkehr, Geographie und Entsorgungsingenieurwesen betreut.

 

Allgemeine Hinweise

Bezüglich der Studieninhalte sowie der zu erbringenden Prüfungsleistungen sind die Angaben der für die jeweiligen Studiengänge relevanten Prüfungs- und Studienordnungen verbindlich, welche durch die RWTH Aachen mittels Amtlicher Bekanntmachung veröffentlicht werden.

Bei Widersprüchen gelten vorrangig die Angaben des CAMPUS Systems der RWTH Aachen. Veranstaltungsorte und -zeiten sind ebenfalls dem CAMPUS System zu entnehmen.

 

Bachelor of Science

Bauprojekte im Lebenszyklus

Die Vorlesung wird in einer Gemeinschaftsveranstaltung von fünf Lehrstühlen gelesen und behandelt den gesamten Lebenszyklus eines Bauprojektes. Zur Veranschaulichung wird ein konkretes Projekt aus der Praxis hinzugezogen. Ziel ist das Verständnis der Schnittstellen zwischen den Planungsdisziplinen, der bauspezifischen Randbedingungen und der Erfordernisse bei der Abwicklung von Bauprojekten. Aufbauend auf einer Einführung in die Themenbereiche Lebenszyklus und Nachhaltigkeit werden die Grundlagen der Projektentwicklung und des Projektmanagements in der frühen Phase von Projekten erläutert. Hier sind im Rahmen der Zieldefinition die Faktoren Projektidee bzw. Nutzungswünsche, Standort, Kapital und Zeit in Einklang zu bringen. Die Projektorganisation und -strukturierung sowie die Steuerung des gesamten Prozesses durch das Projektmanagement schafft die Voraussetzungen zur weiteren fachtechnischen Planung und Realisierung des Objektes durch Planer, Gutachter und ausführende Unternehmen. Ein wesentlicher Bestandteil der Planung ist die im Rahmen der Geotechnik durchgeführte Baugrunduntersuchung mit der anschließenden Gründungsempfehlung, welche im engen Zusammenhang mit den sich aus der Tragwerksplanung ergebenen einzuleitenden Lasten steht. Neben dem Einfluss der Gründung wird die Tragwerksplanung im wesentlichen Maße durch die spätere Nutzung mit den sich hieraus ergebenden Anforderungen an die technische Gebäudeausrüstung beeinflusst, die Ihrerseits die Nutzung des Gebäudes erst ermöglicht. Die Ausgestaltung der konstruktiven Details hinsichtlich der Erfüllung der bauphysikalischen Vorgaben des Wärme-, Schall- und Brandschutzes steht ihrerseits wiederum im engen Zusammenspiel mit der Gebäudetechnik. Die genannten Themengebiete der Planung werden anschließend um die wichtigsten Aspekte im Hinblick auf die bautechnische Realisierung erweitert. Schwerpunkte sind hier das Baustellenmanagement, die Erstellung von Baugruben, die Trassenführung der Gewerke der technischen Gebäudeausrüstung, die Planung und Erstellung des Rohbaus sowie die Baukonstruktion im Hinblick auf bauphysikalische Vorgaben. Nach Fertigstellung des Objektes erfolgen im Rahmen der Projektabschlussphase die Abnahme und die Übergabe an den Nutzer sowie die Zusammenstellung der Revisionsunterlagen, welche eine wichtige Grundlage für die Betreuung des Projektes in der anschließenden Nutzungsphase bilden. Im Facility Management wird der gesamte Lebenszyklus eines Objektes von der Konzeption über die Planung, die Ausführung und den Betrieb bis hin zum möglichen Abriss ganzheitlich und interdisziplinär betrachtet.

Bauverfahrenstechnik I

Der Inhalt der Vorlesung BVT I ist in zwei Blöcke gegliedert. Im ersten Block werden der Erdbau und die Erstellung von Baugruben, im zweiten Block werden der Betonbau, Bewehrung, Schalung und Hebezeuge behandelt. Beide Blöcke beinhalten jeweils Übungsveranstaltungen.

Im Teil Erdbau werden zunächst die Erdbaugeräte, gegliedert nach den Teilprozessen Lösen / Laden, Transportieren, Einbauen und Verdichten vorgestellt. Inhalt der anschließenden Übungsveranstaltung ist die Leistungsermittlung und Abstimmung von Erdbaugeräten. Weiter werden die Herstellung geböschter Baugruben erläutert sowie die Baugrubenverbauarten Trägerbohlwand, Spundwand, Bohrpfahlwand und Schlitzwand vorgestellt. An einem ausgewählten Beispiel wird die Auswahl eines geeigneten Baugrubenumschließungsverfahrens geübt.

Der zweite Schwerpunkt der Vorlesung behandelt die Verfahrenstechnik des Betonbaus. Dazu werden die Eigenschaften des Betons sowie die Verarbeitung von Beton mit den verschiedenen Teilvorgängen, wie z. B. Fördern, Einbringen, Verdichten und Nachbehandeln erläutert. Die Aufgaben der Schalung, deren Aufbau und verschiedene Schalungssysteme werden vorgestellt und Anforderungen an die Verlegung von Betonstahl erklärt. Dieser Vorlesungsteil schließt mit der Vorstellung der Hebezeuge im Baubetrieb ab.

Bauvertragsrecht I

In der Vorlesung wird eine Einführung in das zivile Baurecht gegeben, insbesondere in die Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) mit Schwerpunkt auf den Teil B, Allgemeine Vertragsbedingungen für die Ausführung von Bauleistungen. Schwerpunkte der Vorlesung sind die rechtlichen Beziehungen der Bauvertragspartner sowie deren Rechte und Pflichten nach Abschluss des Bauvertrages bis zu dessen endgültiger Abwicklung.

Nach einer rechtlichen Einordnung der am Bau Beteiligten und einer Einführung in die Teile A, B und C der VOB und das AGB Gesetz werden mit ausführlichen Arbeitsbeispielen die wichtigsten Themen der VOB/B behandelt, wie Art, Umfang und Vergütung der Leistung, Ausführungsunterlagen, die Ausführung, Fristen, Behinderung und Unterbrechung der Ausführung, Kündigung, Haftung, Abnahme, Gewährleistung und Abrechnung.

An konkreten Praxisbeispielen werden inhaltliche Zusammenhänge einzelner Bestimmungen der VOB erklärt und die Auslegung bestimmter Vorschriften sowie die sich aus der Rechtssprechung ergebenden Einflüsse dargestellt.

Dialog mit der Praxis

Die Veranstaltung "Dialog mit der Praxis" der Vertiefungsrichtung Baubetrieb und Geotechnik ist eine gemeinsame, aufeinander abgestimmte Veranstaltung der drei Lehrstühle Baubetrieb und Projektmanagement, Baubetrieb und Gebäudetechnik sowie Geotechnik im Bauwesen. In der Veranstaltung sollen die Studierenden aktuelle Projekte aus der Praxis kennenlernen. Referenten und Dialogpartner sind dabei Fachleute aus der Praxis, die an den jeweiligen Bauvorhaben maßgeblich beteiligt sind. Die Studierenden haben im Vorfeld jeweils einen Aspekt aus dem thematischen Gesamtzusammenhang eines der vorgestellten Projekte selbständig zu erarbeiten und zu präsentieren.

Institutspraktikum

Das Institutspraktikum der Vertiefungsrichtung Baubetrieb und Geotechnik ist eine gemeinsame, aufeinander abgestimmte Veranstaltung der drei Lehrstühle Baubetrieb und Projektmanagement, Energieeffizientes Bauen sowie Geotechnik im Bauwesen. Im Rahmen des betreuten, jedoch von den Studenten größtenteils selbstständig durchgeführten Praktikums sollen die Studenten Grundkenntnisse über baubetriebliche Fragestellungen in der Praxis, Grundlagenkenntnisse über die Durchführung von Versuchen sowie die Fähigkeit zur Durchführung von Versuchsauswertungen erlangen. Am Lehrstuhl für Baubetrieb und Projektmanagement wird hierzu gruppenweise ein kleines Projekt mit den Teilaufgaben Planung, Kalkulation und Angebot, Projektstrukturierung, Terminplanung, Realisierung und Projektabschluss durchgeführt. Die Zwischen- und Endergebnisse sind von den Teilnehmern jeweils durch Präsentationen vorzustellen.

Projektmanagement I

Die Vorlesung behandelt die Organisation und die Aufgaben des Projektmanagements für komplexe Bauprojekte und deren Umsetzung in der Praxis. Aufbauend auf einer Einführung in das Thema Projektmanagement werden die Bereiche Projektsteuerung und Projektleitung auf Auftraggeber- und Auftragnehmerseite erläutert. Die Besonderheiten des schlüsselfertigen Bauens finden dabei spezielle Berücksichtigung.

Die Aufgaben des Projektmanagements lassen sich in die vier Handlungsbereiche "Organisation, Information, Koordination, Dokumentation", "Qualitäten und Quantitäten", "Kosten und Finanzen, Risiken, Controlling" und "Termine und Kapazitäten" unterteilen. Sie werden einschließlich ihrer praxisgerechten Umsetzung ausführlich vorgestellt und erläutert.

Wirtschaftslehre des Baubetriebs

Im Fach WLB wird zunächst eine Einführung in die wirtschaftlichen Aspekte der Baubetriebslehre gegeben. Neben den Besonderheiten der Bauproduktion werden die besonderen Bedingungen der Bauindustrie und die Organisationsstrukturen von Bauunternehmen behandelt. Weiterhin werden das Rechnungswesen von Bauunternehmen mit der Unternehmensrechnung und der Kosten- und Leistungsrechnung sowie die Kosten- und Preisermittlung von Bauleistungen auf Basis einer Leistungsbeschreibung mit Leistungsverzeichnis vorgestellt. Dazu wird das Regelverfahren der baubetrieblichen Kalkulation, die "Zuschlagskalkulation über die Endsumme" ausführlich erläutert. Die Kalkulation der Kostenarten Lohn, Gerätekosten, Sonstige Kosten und Fremdleistungskosten und die Unterscheidung nach Einzelkosten und Gemeinkosten stehen hierbei im Mittelpunkt. Neben der Angebotskalkulation wird auch auf die Bedeutung der Auftrags- und der Arbeitskalkulation für Leistungsermittlungen und -meldungen eingegangen. Die Veranstaltung schließt mit einem ausführlichen Übungsbeispiel.

 

Master of Science

Bauverfahrenstechnik Master

Im Fach BVT Master stehen die Verfahrenstechniken der Baugrubenumschließung im Mittelpunkt. Aufbauend auf der Vorlesung BVT I werden vertiefende und ergänzende Kenntnisse vermittelt und die verschiedenen Verbauarten für innerstädtische Baugruben, Leitungs- und Rohrgräben sowie die unterirdischen Verfahren für Neubau und Sanierung von Abwasserkanälen vorgestellt. Bedeutung gewinnen zunehmend umweltverträgliche Bauverfahrenstechniken; dies wird am Beispiel des Microtunnelling und des Schildvortriebs dargestellt.

In einem weiteren Block werden Einblicke in besondere verfahrenstechnische Themen gegeben, z. B. in den Schlüsselfertigbau mit den Ausbaugewerken zum Raumabschluss und zum Innenausbau, in das Bauen im Bestand, in die Verfahren des Abbruchs von Massivbauwerken u. a.

Projektmanagement Master

Ergänzend zu den Überblicken aus Projektmanagement I erfolgt in Projektmanagement Master eine schwerpunktmäßige Vertiefung besonders relevanter Themen. Hierzu gehört als erstes die Kunden- und Auftragsgewinnung mit Methoden der Steuerung von Akquisitionsprozessen. Weitere Schwerpunkte werden auf das Risiko- und Liquiditätsmanagement, die Logistik, alternative Projektabwicklungsformen, das Schnittstellenmanagement, neuartige Informations- und Kommunikationstechnologien (virtuelle Projekträume, Projektkommunikationssysteme) sowie auf die unterschiedlichen Aspekte eines sauberen Projektabschlusses gelegt.

Bauvertragsmanagement

Die VorlesungBauvertragsmanagement, die auf der Vorlesung Bauvertragsrecht I aufbaut, behandelt vertieft Rechtsfragen aus dem privaten Baurecht, insbesondere im Zusammenhang mit der Abwicklung großer Projekte. Die Vorlesung geht dabei sowohl auf spezifische Rechtsprobleme (z. B. Angebotsbearbeitung, "Claim-Management", Leistungsverzug etc.) ein, als auch auf die Schnittstellen zwischen Bauen und Recht bei Großprojekten.

Den Kern der Vorlesung bilden Analyse und Lösung projektrelevanter Rechtsfragen, ihre Umsetzung in die Organisation und deren Kontrolle unter den Gesichtspunkten baubetrieblicher und ökonomischer Effizienz.

Hierzu werden im Ablauf des mehrstufigen "Juristischen Projektmanagement" ausführliche Arbeitsbeispiele, konkrete Bauverträge und zahlreiche Praxisbeispiele im Bauangebots- und Bauvertrags-Management, bei Nachträgen und Behinderungsfolgen, Terminabweichungen, zusätzlichen oder geänderten Leistungen und im Qualitäts-Management analysiert.

Strategie, Organisation, Prozesse

In der Veranstaltung SOP werden strategische Entwicklungsoptionen und Organisationsformen für Bauunternehmen behandelt. Ziel ist es, Bauunternehmen im hart umkämpften Markt durch neuartige Orientierungen und Kompetenzen strategisch zu positionieren, um zukünftige Erfolgschancen zu generieren. Dazu werden innovative Unternehmenstypen und Systematiken zur strategischen Geschäftsfeldentwicklung vorgestellt. Weiterhin werden diverse relevante Erfolgsfaktoren und deren Wirkungszusammenhänge vertiefend behandelt.

Human Resource Management

In der Veranstaltung HRM steht die Personalentwicklung im Mittelpunkt. Hierbei geht es sowohl um die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit als auch um das Zusammenwirken von Menschen. Neben der Behandlung von Personalauswahlverfahren und Instrumenten zur Mitarbeiterführung werden auch Konfliktlösungsstrategien dargestellt. Die Vorlesung deckt Vorteile und Schwachstellen der Teamarbeit auf und vermittelt Hilfestellungen für deren erfolgreiche Implementierung. Weiterhin werden Unternehmensleitbilder vorgestellt, welche die Unternehmenskultur prägen.

Immobilien-Projektentwicklung

Da die Bauausführung innerhalb der Projektentwicklung nur einen Teilschritt darstellt, steht die Betrachtung der ganzheitlichen Wertschöpfung am Beginn der Vorlesungsreihe. Zunächst erfolgt daher eine Darstellung der Aufgaben, Phasen, Zyklen und Kernbegriffe der Projektentwicklung.

Anschließend wird das Corporate Real Estate Management für Unternehmen mit großen Immobilienbeständen und die Due Dilligence für Immobilienprojekte vorgestellt. Weitere Schwerpunkte der Vorlesung sind die Marktsektoren (mit Standort- und Marktanalysen), die Performance von Immobilien (mit Kalkulation, Wirtschaftlichkeit, Rendite), gängige Immobilien-Kapitalmarktprodukte und Projektfinanzierungen. Auch privatwirtschaftliche Finanzierungs- und Betreibermodelle öffentlicher Aufgaben (Public Private Partnership) sind Vorlesungsbestandteil.

Interdisziplinäre Fabrikplanung

Im Rahmen der Veranstaltung wird anhand eines industrienahen Projektes ein disziplinübergreifendes Fabrikkonzept entwickelt. Die theoretischen Grundlagen werden den Studenten zu Beginn der Veranstaltung komprimiert vermittelt und im Verlauf der Projektbearbeitung durch flexible Betreuungstermine vertieft. Das Konzept wird von den Studenten in gemischten Teams erarbeitet und in Terminen mit den betreuenden Lehrstühlen weiterentwickelt. Das Konzept wird in Form einer schriftlichen Ausarbeitung dokumentiert und ist Teil der Prüfungsleistung. Der zweite Teil der Prüfungsleistung ergibt sich aus der Präsentation des Konzepts.

Gewerkewissen Ausbau im schlüsselfertigen Bauen

In diesem Fach wird den Studierenden das in der Baupraxis abverlangte Wissen zu den zahlreichen Ausbaugewerken und ihren jeweiligen Abhängigkeiten vermittelt. Hierzu zählen die Bereiche Innenausbau, der Raumabschluss inkl. der verschiedenen Fassadenmöglichkeiten, Bauen im Bestand und die Verfahren des Abbruchs von Massivbauwerken. Nach einer allgemeinen Vorstellung des Gewerks werden die typischen Qualitätsrisiken, Schwachstellen und Mängel analysiert, die Anforderungen an eine geschickte Leistungsbeschreibung sowie sinnvolle Kostenkennzahlen und realistische Zeitbedarfswerte vorgestellt. Für die einzelnen Gewerke werden die Abhängigkeiten und Schnittstellen zu anderen Gewerken sowie Handlungsempfehlungen für einen reibungslosen Bauablauf und Checklisten dargestellt.

Bauen im Ausland

Auftragsknappheit und Preisdruck im Inland veranlassen immer mehr deutsche Bauunternehmungen neue Märkte zu erschließen und Ihr Tätigkeitsfeld zunehmend ins Ausland zu verlagern. In der Veranstaltung Bauen im Ausland werden die Besonderheiten vorgestellt, die für eine nachhaltige strategische Ausrichtung von Bauunternehmen auf Auslandsmärkten sowie die erfolgreiche Abwicklung von Bauprojekten auf den ausländischen Märkten zu beachten sind. Hierbei wird schrittweise auf die ökonomischen und technischen Chancen und Risiken, die Besonderheiten im Projektmanagement und der Logistik sowie die soziokulturellen und politischen Rahmenbedingungen eingegangen. Die Anforderungen an das Personal, welches ins Ausland entsendet wird, stellt ebenso einen entscheidenden Erfolgsfaktor für das Auslandsgeschäft dar, wie innovative Technologien zur Erfüllung landespezifischer Anforderungen und individueller Ansprüche. Die Chancen und Fehler die sich im Auslandsbau ergeben können, werden begleitend anhand von realisierten Projektbeispielen aus aller Welt veranschaulicht.

Claim Management

Die Überkapazitäten im Bausektor und der hierdurch verursachte harte Preiskampf auf den Baumarkt veranlasst Auftragnehmer, auf Abweichungen vom Bauvertrag und die daraus resultierenden Ansprüche nicht verzichten zu können. Die Veranstaltung Claim Management beim VOB Vertrag behandelt die Methoden und Instrumente beim Claim-Management zur Verfolgung sowie bei der Abwehr von Ansprüchen bei Einheits- und Pauschalverträgen, die die VOB als Rechtsgrundlage haben. Neben der Erläuterung der Rechten und Pflichten sowohl des Auftraggebers als auch des Auftraggebers werden die unterschiedlichen Anspruchskomplexe welche sich aus den Abweichungen vom Bauvertrag ergeben beleuchtet. Der Fokus liegt hierbei insbesondere auf den unterschiedlichen Typen von Pauschalpreisverträgen. In der Veranstaltung wird neben dem rechtlichen Grundlagenwissen gezielt der Fokus auf die baubetrieblichen Managementinstrumente gerichtet, durch deren konsequente Anwendung die rechtlichen Ansprüche durchsetzbar werden.

Baubetrieblicher EDV-Einsatz

In der Veranstaltung werden nach einer Einführung zu den generellen Einsatzmöglichkeiten von Software im Baubetrieb und im Projektmanagement verschiedene Softwareprodukte der Bereiche Terminplanung, Ausschreibung/Vergabe/Abrechnung (AVA), virtuelle Projekträume und Projektsimulationen vorgestellt. Besonderer Schwerpunkt wird dabei auf die Softwareprodukte „MS Projekt“ (Terminplanung), „Arriba Bauen“ (AVA) und „Topsim“ (Projektsimulation) gelegt. Die Anwendungen dieser Produkte werden auch anhand von Übungsbeispielen grundlagenbezogen vermittelt.

Projektstudie

In dieser Lehrveranstaltung werden Aspekte der Leistungsverzeichniserstellung, Mengenermittlung, Kalkulation und Baustelleneinrichtungsplanung anhand eines realen Projektes bearbeitet. In einer max. 5-tägigen Exkursion wird in der Pfingstwoche das bearbeitete Objekt vor Ort besichtigt. In Gesprächen mit den Baubeteiligten (Bauleiter, Projektleiter etc.) werden die Ergebnisse der Kalkulation und der Bauablaufplanung besprochen. Darüber hinaus ist es Ziel des praktischen Teils der Studie, vertiefte Erkenntnisse und Eindrücke des praktischen Baubetriebs zu gewinnen. Die Veranstaltung schließt mit der Erstellung einer schriftlichen Ausarbeitung und einer mündlichen Präsentation ab.